Harald und Biggi sind am 22.10.03 für 13 tage nach
Teneriffa in den verdienten Urlaub geflogen.
Im Urlaub bekam Harald Probleme beim Sprechen
und teilweise beim Gehen.

Ich holte meine Eltern am 05.11.03 vom Bahnhof
in Offenburg ab. Papa hielt sich mit den Worten
sehr zurück was mich sehr wunderte, ich aber
nichts weiter bei dachte. Er ging noch am selben
Vormittag zum Arzt, der ihn umgehend ins Krankenhaus
einwieß. Nach Wochen der Ratlosigkeit kam er am 24.11.03
in die Uniklink Freiburg zur Gewebeprobe.
Am 28.11.03 kam die Diagnose GLIOBLASTOM IV WHO.

Es traf uns alle sehr. Ich fragte mich, wie Papa
sich fühlte? Was wohl in ihm vorging?
Die nächsten Wochen waren schwer. Wir mußten lernen,
mit der Krankheit umzugehen. Papa bekam
Chemo.- und Strahlentherapie.

Dann kam Weihnachten, Silvester und am 15.02.04
feierte er mit Familie,Freunden und Kollegen seinen
48.Geburtstag im Bierhaus(eine Location in der Nachbarschaft).
Auch Fasching ließ er sich nicht nehmen. Er arbeitete fleißig
bei den Vorbereitungen für den Preismaskenball mit.
Ich hab mal zu ihm gesagt:"Du Papa, ich bewundere Dich,
dass du da mitmachst und in die Festhalle gehst!"
Er antwortete mir:"Klar, ich habe da kein Problem damit."

Am 07.03.04 hatte Harald einen heftigen Krampfanfall,
der ihn sehr mitnahm. Er konnte kaum noch gehen und
war sehr geschwächt. Harald erholte sich wieder einiger-
maßen, aber konnte nicht mehr alleine gehen.
Wir alle hofften, dass es wieder
aufwärts geht. Doch ab dem Tag ging es langsam aber
spürbar schlechter. Die meiste Zeit konnte er sich nur
noch im Wohnzimmer aufhalten, wo sein Pflegebett und
sein Sessel stand. Aber er ging noch im Juni mit
Brigitte in Urlaub, der beiden sehr gut getan hat.
Auch war er mit dem Ortschaftsrat auf der Landes-
gartenschau in Kehl, wo er auf der Mimrambrücke
vom selbigen verabschiedet wurde.

Doch im September ging es ihm wieder sehr schlecht.
Es ging dann soweit, dass er nur noch im Bett
liegen konnte. In der Zeit haben wir uns mit
ihm ausgesprochen. Er hat uns Zeit gegeben,
damit wir uns auf den Tod vorbereiten
konnten. Was uns allen sehr geholfen hat.


Harald verstarb am 17.10.04 zuhause, im Kreise seiner Liebsten.

Er wurde 48 Jahre alt.

Trotz der Schmerzen und die Einbuse der Lebensqualität,
hat er nie seinen Humor und Lebenswillen verloren.
Er ist die ganze Zeit immer er selbst geblieben,
hat gescherzt und uns manchmal ganz schön auf
die Schippe genommen. Einmal erzählte er,
er habe jetzt 'ne eigene Homepage.
www.mirabellenkuchen.de,
weil er Mirabellenkuchen so gern gegessen hat.


Zwei Fragen hat er sich nie gestellt:
Warum ich?
Wie lange lebe ich noch?

Er hat gekämpft bis zum Schluß. Das haben wir
alle so an ihm bewundert!
Wir sind alle an ihm gewachsen!
Er hat mir und manchen anderen Menschen die Augen für das
Wesentliche im Leben geöffnet.
Viele lockere Kontakte haben sich in der Zeit der Krankheit
zu festen Freundschaften entwickelt, wofür wir dankbar sind.




Harald wir lieben dich
und werden dich immer in unserem Herzen tragen




Wenn ihr mich sucht,
dann sucht in euren Herzen.
Wenn ihr mich findet,
dann lebe ich in euch weiter.